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Ambulante Pflege ab 1.01.2015

 

 

Pflegegeld:

Die meisten Pflegebedürftigen leben zu Hause und werden von ihren Angehörigen, Nachbarn oder Freunden versorgt. Bei der Pflege durch private Personen erhalten Versicherte von den Pflegekassen (vorherige Antragstellung) ein sogenanntes Pflegegeld gemäß der anerkannten Pflegestufe. Die Höhe dieser Leistung staffelt sich nach dem Grad der Pflegebedürftigkeit und beträgt:

Stufe der Pflegebedürtigkeit

 Leistungen pro Monat

 Pflegestufe 0 (mit z.B. Demenz *)  123,00 Euro
 Pflegestufe I  244,00 Euro
 Pflegestufe I (mit z.B. Demenz *)  316,00 Euro
 Pflegestufe II  458,00 Euro
 Pflegestufe II (mit z.B. Demenz *)  545,00 Euro
 Pflegestufe III  728,00 Euro
 Pflegestufe III (mit z.B. Demenz *)  728,00 Euro
* Gilt für Personen bei denen neben dem Hilfebedarf im Bereich der Grundpflege (Köperpflege, Ernährung, Mobilität) und der hauswirtschaftlichen Versorgung ein erheblicher Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung gegeben ist. Dies sind Pflegebedürftige der Pflegestufen 0, I, II oder III mit demenzbedingten Fähigkeitsstörungen, mit geistigen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen, bei denen der MDK im Rahmen der Begutachtung eine dauerhafte, erhebliche Einschränkung der Alltagskompetenz festgestellt hat.

Wird Pflegegeld bezogen, besteht die Auflage bei Pflegestufe I und II einmal jährlich, sowie bei Pflegestufe III zweimal jährlich ein Beratungsgespräch zur Sicherung der Qualität in Anspruch zu nehmen.


 

Sachleistung:

Nicht immer können Angehörige die notwendige Pflege selbst leisten. In dieser Situation bieten Ihnen die ambulanten Pflegedienste eine professionelle Unterstützung an.

In Bielefeld gibt es eine Vielzahl ambulanter Pflegedienste, die pflegerische, hauswirtschaftliche und betreuerische Tätigkeiten übernehmen. Sie werden von den Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege und von privaten Trägern angeboten. Um den für Ihre individuelle Situation richtigen Pflegedienst zu finden, sollten Sie folgende Hinweise beachten:

  • vereinbaren Sie mit dem Pflegedienst einen Erstbesuch für ein unverbindliches  Beratungsgespräch,
  • überlegen Sie vorher, welche Wünsche und Erwartungen Sie an die Pflege haben, 
  • überlegen Sie, welche Leistungen, Sie weiterhin selber erbringen können,
  • lassen Sie sich einen Kostenvoranschlag erstellen und
  • fragen Sie nach Ihrem Kündigungsrecht.

Die Pflegekassen unterstützen bei der Finanzierung des Pflegedienstes durch die Übernahme der sogenannten Sachleistung gemäß der anerkannten Pflegestufe (vorherige Antragstellunng). Die Höhe dieser Leistung staffelt sich nach dem Grad der Pflegebedürftigkeit und beträgt:

Stufe der Pflegebedürtigkeit

 Leistungen pro Monat

 Pflegestufe 0 (mit z.B. Demenz *)  231,00 Euro
 Pflegestufe I  468,00 Euro
 Pflegestufe I (mit z.B. Demenz *)  689,00 Euro
 Pflegestufe II  1.144,00 Euro
 Pflegestufe II (mit z.B. Demenz *)  1.298,00 Euro
 Pflegestufe III  1.612,00 Euro
 Pflegestufe III (mit z.B. Demenz *)  1.612,00 Euro
 Härtefall  1.995,00 Euro
 Härtefall (mit z.B. Demenz *)  1.995,00 Euro

* Gilt für Personen bei denen neben dem Hilfebedarf im Bereich der Grundpflege (Köperpflege, Ernährung, Mobilität) und der hauswirtschaftlichen Versorgung ein erheblicher Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung gegeben ist. Dies sind Pflegebedürftige der Pflegestufen 0, I, II oder III mit demenzbedingten Fähigkeitsstörungen, mit geistigen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen, bei denen der MDK im Rahmen der Begutachtung eine dauerhafte, erhebliche Einschränkung der Alltagskompetenz festgestellt hat.

Kombinationsleistung:

Eine weitere Möglichkeit der Pflegekassen bieten die sog. Kominationsleistungen. Werden die Sachleistungen (Pflege durch einen Pflegedienst) nicht zu 100% ausgeschöpft, können Sie zusätzlich ein anteiliges Pflegegeld (Pflege durch Privatpersonen) beziehen.

Sollten die Kosten der Pflege die Leistungen der Pflegekasse überschreiten und Sie selbst den Restbetrag nicht tragen können, dann lassen Sie eine Kostenübernahme durch den Sozialhilfeträger überprüfen.  Wenden Sie sich dazu an das Amt für soziale Leistungen - Sozialamt - der Stadt Bielefeld.

Für weitere Fragen stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen der  Pflegeberatung zur Verfügung. 

Wenn sie eine Nachtwache brauchen, nehmen sie bitte rechtzeitig Kontakt zu einem Pflegedienst auf, damit dieser das benötigte Personal einteilen kann.

In Bielefeld gibt es 2 Pflegedienste mit einer Ausbildung in Palliativ-care (Sterbebegleitung), die eng vernetzt mit Ärzten und Ehrenamtlichen zusammen arbeiten. Diese Dienste finden sie hier.

Bitte beachten Sie auch die Möglichkeit der zusätzlichen Betreuungs-und Entlastungsleistungen, näheres dazu lesen Sie bitte unter Leistungen der Pflegekasse.